In der letzten Sitzung des Verwaltungsausschusses wurden die Auswirkungen der Mai-Steuerschätzung auf den Gemeindehaushalt aufgezeigt. Bereits bei der Haushaltsverabschiedung war abzusehen, dass sich die Konjunktur in Deutschland eintrüben und das Wirtschaftswachstum nicht mehr so stark wie in den letzten Jahren ansteigen wird.
Dies spiegelt nun auch das Ergebnis der Steuerschätzung. Die bisher erwarteten Steuerzuweisungen an unsere Gemeinde werden geringer ausfallen. Für 2019 ist mit Mindereinnahmen von rd. 320 TEUR zu rechnen, für 2020 liegen diese derzeit bei rd. 450 TEUR. Allerdings liegen derzeit noch nicht alle Orientierungsdaten vor, so dass sich noch Änderungen ergeben können.
In unserer Stellungnahme zum Haushalt 2019 haben wir bereits auf das Defizit für den Zeitraum von 2018 bis 2022 in Höhe von 5,5 Mio. EUR hingewiesen. Sieht man nun die aktualisierten Berechnungen, muss man kein Pessimist sein, wenn man von einer Erhöhung dieses Defizits um mind. 1 Mio. EUR ausgeht.
Man könnte nun argumentieren: Bisher ist das Jahresergebnis immer besser ausgefallen, als der Plan ursprünglich war…
Dies trifft für die letzten Jahre zwar zu. Allerdings war mitunter ein maßgeblicher Grund hierfür, dass die Steuerzuweisungen immer nach oben korrigiert werden konnten. Diese Zeiten sind wohl vorbei.
Ilvesheim ist stark von den Steuerzuweisungen abhängig. Jedoch können wir diese nicht direkt beeinflussen. Allerdings können wir an der Ausgabenstruktur unserer Gemeinde arbeiten und weiter das gesetzte Ziel verfolgen, strukturelle Einsparungen im Haushalt zu erreichen.
Aus der letzten Klausurtagung des Gemeinderats stehen hierzu noch einige Punkte auf der Agenda. Wir hoffen auf eine weitere konstruktive Arbeit mit dem neuen Gemeinderat.

/Barbara Hefner

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