Wo können und wo und wie wollen Jugendliche in Ilvesheim ihre Freizeit verbringen? Mit dieser Frage beschäftigt man sich sich schon seit vielen Jahren in Ilvesheim.
Begonnen hat dieser Prozess im Rahmen der Leitbilderstellung 2016 mit einem Jugend-Workshop, dessen Ergebnisse in vielerlei Hinsicht mit den Ergebnissen der aktuellen Umfrage vergleichbar sind.
Aufbauend auf den Resultaten dieses Workshops und der seit 2015 bestehenden Vorgabe, Jugendliche bei Themen zu beteiligen, die sie betreffen, stellte die CDU-Fraktion nach zwei weiteren Treffen mit Jugendlichen auf der Alla-Hopp-Anlage und im JUZ folgende Anträge:
2018:
-Erstellung eines Jugendtreffpunkts im Gespräch mit den Jugendlichen
-Initiierung eines Runden Tischs für Jugendliche, die in Vereinen aktiv sind
2020:
-Errichtung/ Wiederherstellung einer Freizeitanlage im Sinne eines erweiterten Bolzplatzes für Jugendliche in Ilvesheim Nord
2021 Haushaltsberatungen:
-Einstellung von Geldern zur Sanierung der Bolzplätze Lessingstraße und Kanzelbachstraße
Im Herbst 2020 führte das JUZ eine Umfrage unter den Jugendlichen durch, an der 36 Jugendliche hauptsächlich um die 15-16 Jahre teilnahmen. Ein besonderer Fokus wurde daraufgelegt, wo sich die Jugendlichen am liebsten mit ihren Freunden treffen würden. Die Mitarbeiter des JUZ, Herr Hölzing und Frau Keil, stellten die Ergebnisse in der letzten Gemeinderatssitzung vor. Dabei zeigte sich, dass Jugendliche „ihre Plätze“ bevorzugt sowohl in der Neckarschleife als auch in Ilvesheim Nord sehen. Die Antworten auf die Frage „Was braucht ein guter Jugendplatz?“ verdeutlichen die Vielfalt und die unterschiedlichen Interessen: Zum einen Jugendliche, die sich Plätze mit unterschiedlichen Sportangeboten wünschen, die frei zugänglich sind: Fußball-/Handballplätze, Rollhockey/ Inlinehockey, Skaterpark/ Dirt Track und besonders häufig genannt Basketball. Zum anderen der Wunsch nach einem Treffpunkt mit Sitzgelegenheit, Überdachung, Mülleimer, Licht und W-Lan. Lena Keil erläuterte, warum die Alla-Hopp-Anlage beispielsweise von vielen Jugendlichen zwar als bisheriger Aufenthaltsort angegeben wird, auf der Wunschliste für die Zukunft jedoch ziemlich weit unten rangiert: Konflikte mit Familien und kleinen Kindern sind vorprogrammiert. So ist es auch nicht verwunderlich, dass ein großer Teil angab, keine Betreuung durch Erwachsene zu wollen.
Weiteres Vorgehen:
Bei der Diskussion im Rat wurde deutlich, dass nicht alle Vorstellungen der Jugendlichen realisierbar sein werden. Nach Absprache mit den Mitarbeitern des JUZ werden Gemeinderat und Verwaltung die Rahmenbedingungen insbesondere hinsichtlich Umgebung und Kosten festlegen. Auf dieser Basis wird im Austausch mit den Jugendlichen die Umsetzung geplant. Ziel ist möglichst viele Jugendliche anzusprechen. Aus diesem Grund wird die Beteiligung in unterschiedlichen Formaten und an mehreren Terminen stattfinden: Online-Veranstaltungen, Vor-Ort-Termine,…Die unterschiedlichen Ergebnisse werden anschließend im weiteren Prozess zusammengeführt werden. Wir sind auf die Ergebnisse gespannt und hoffen vor allem, dass die jugendlichen Planer schon bald auf erste Erfolge blicken können.

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