In der letzten Woche tagte zum zweiten Mal der Ausschuss für Integration und Teilhabe. Zu Beginn informierte der Bürgermeister über die aktuelle Situation in Ilvesheim: für die zugewiesenen Personen in 2020 und 2021 stehen ausreichend Wohnmöglichkeiten zur Verfügung, Durch die Errichtung einer Landeserstaufnahmestelle in Schwetzingen verringert sich die Anzahl der Zugewiesenen in den Gemeinden im Rhein-Neckar-Kreis, die Zuschüsse pro Kopf sollen sich perspektivisch verringern. Ab 1. 10. wird Herr Markowski die Nachfolge als Integrationsmanager von Frau Schütt übernehmen. Der Schwerpunkt liegt für Kreis und Gemeinden nicht mehr in der Unterbringung der Geflüchteten, sondern in der Integration in den Arbeitsmarkt. Der AK Integration berichtete im Anschluss daran über seine Arbeit in verschiedenen Bereichen der Integration. Neben Empfang, Betreuung und Beratung der Flüchtlinge betreibt der AK Integration die Fahrradwerkstatt, organisiert Hausaufgabenhilfe und richtet monatlich das Cafe der Kulturen mit unterschiedlichen Schwerpunkten aus. Neben vielen Flüchtlingen gehören auch einige einheimische Ilvesheimer außerhalb des AKs inzwischen zum festen Stamm. In der Hausaufgabenhilfe werden von 12 Ehrenamtlichen neben den Kindern aus den Flüchtlingsfamilien auch andere Kinder mit Sprachschwierigkeiten betreut. Dem AK gebührt ein großer Dank für die verlässliche und selbstständige Übernahme dieser Integrationsmaßnahmen. Durch den Rückgang von zur Verfügung stehenden Paten ist es leider nicht mehr möglich jedem Neuankömmling einen eigenen Paten zur Seite zu stellen. Dieser Punkt leitete über zu dem Hauptthema der Sitzung: Eine gelungene Integration ist nicht die Aufgabe Einzelner oder vornehmlich der Verwaltung. Es ist notwendig ein Integrationskonzept für Ilvesheim auf die Beine zu stellen, dass aufzeigt, wie Integration als gesamtgesellschaftliche Aufgabe realisiert werden kann, wie man viele unterschiedliche Teile unserer Bürgerschaft und unserer Gemeinde an dieser Aufgabe beteiligt und wie man die Integration auf mehr Schultern als bisher verteilen kann. .Vieles ist es schon angestoßen und begonnen, Der AK bittet jedoch alle Gruppen und Vereine, Parteien, Schulen, Kindergärten und jeden einzelnen, zu prüfen, wo sein Beitrag liegen kann. Einige konkrete Ideen wurden an diesem Abend angestoßen, die teilweise auch zeitnah realisierbar sind und Auftakt eines Prozesses sein sollen, indem Integration als gesamtgesellschaftliche Aufgabe wahrgenommen und umgesetzt wird.

/Dr. Katharina Kohlbrenner

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